Vom 22. bis 24. Juni 2012 fand auf dem Gelände des Evangelischen Jugendhofes Sachsenhain / Verden das Landesjugendcamp statt. Über 2000 Jugendliche aus der ganzen Landeskirche trafen sich dort. Sie feierten, diskutierten, spielten, machten sich Gedanken über Gott und die Welt, trafen alte Bekannte und machten neue Freunde. Das Camp wird von Jugendlichen mit vorbereitet. Diesmal drehte sich alles um das Thema "Identität".
Hier findest Du Nachrichten, Bilder und Texte zum Landesjugendcamp 2012
Jeden Tag waren sie von früh morgens bis tief in die Nacht auf den Beinen und das zum Teil schon seit Montag. Die 35 Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 70 Jahren von GWS. GWS das steht für Gas, Wasser, Service und beschreibt bestenfalls einen kleinen Teil ihrer Arbeit hier auf dem Camp.
“Wir können viel von den Ameisen lernen”, meint Landesjugendpastorin Cornelia Dassler zum Abschlussgottesdienstes des 14. Landesjugendcamps. “Die können nämlich mehr, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut.” Und sie erklärte das Ameisenprinzip: Ein großes Problem in seine Einzelteile zerlegen, dann lässt es sich besser bewältigen – und überhaupt: Gemeinsam geht es besser.
“Mitten in der Nacht machen wir eine Pause und besinnen uns auf Gott” – mit diesen Worten eröffnete Landesjugendpastorin Cornelia Dassler am Samstag einen besonderen Abendmahlsgottesdienst – der fand in diesem Jahr erstmals in der Nacht statt. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Geschichte der Emmaus-Jünger. Sie wurde von Mitgliedern der Evangelischen Jugend Celle inszeniert.
Wer auf dem Camp Musik hören möchte, der ist im Sprengelzelt Hannover genau richtig. Eines der Highlights war zweifellos die talentierete Coverband “Insane” um Frontmann Roger Reichert aus Hannover. Reichert und seine Jungs traten am Samstagabend auf und sorgten für eine unvergessliche Stimmung.
Am Sonnabendnachmittag fanden sich rund 90 Jugendliche zu einem spontan von Merlin L. (Sprengel Hannover) ausgerufenen Geländespiel auf der Plaza zusammen. Dass es dabei nicht gerade sanft zur Sache gehen würde, wurde allen Beteiligten beim Erklären der Regeln klar.
Am Sonnabend um 18 Uhr verwandelte sich die Plaza des Campgeländes in eine riesige Picknickwiese. 2100 Camperinnen und Camper strömten aus allen Richtungen auf die Plaza. Dort wurden sie zunächst musikalisch von „Chris Lass + Excited“ verwöhnt und vor dem Essen noch mal richtig angeheizt.
Sie sind die Farbtupfer beim Camp und schon von Weiten zu sehen: Die vier “Ich-Bin-Männchen”. Gekleidet in roten, grünen, blauen und orangen Ganzkörper-Anzügen, streifen sie am Sonnabend über das Campgelände und sorgen mit ihrem Auftreten für Aufsehen.
Beim Besuch von Landessuperintendenten Dr. Hans Christian Brandy auf dem Landesjugendcamp geht dieser natürlich als erstes zu seinem Sprengel. Hier unterhält er sich nach einem Fruchtcocktail von der „PowerBar“ angeregt mit Tobias (15) und Julia (14). Sie sind als Mitarbeiter auf dem Camp dabei und haben schon im Vorfeld des Camps an Gestaltung und Programm des Sprengels mitgearbeitet. Während des Camps sind die beiden an der „PowerBar“ fleißig am Fruchtcocktails mixen.
Am Sonnabend ließen es sich sechs Mitarbeiter des Kirchenkreises Nienburg (Sprengel Hannover) nicht nehmen, Jugendliche und Betreuer auf kuriose Weise zu unterhalten. Eingekleidet mit T-Shirts des erdachten Social-Networks “fakebook” machten sich die motivierten Jungs auf den Weg, um zu zeigen wie sehr wir doch alle vom Facebook-Wahn befallen sind.
400 Jugendliche, drei Teamer, ein Ziel: DIE ultimative Herausforderung! Großgruppenspiele, die die Bezeichnung „groß“ wirklich erfüllen. Vier Übungen haben die Teamer der Evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit den begeisterten Jugendlichen mitgebracht. Dabei galt es, zum Beispiel weiße Papierdeckel aus seinem Feld in andere Felder zu katapultieren. Das Ziel war klar: Die Durchführung sorgte von außen für Erheiterung.
Mit einer Bibelabeit rund um die Fragen: “Wer bin ich?” und “Was macht mich aus?” startete der Sprengel Ostfriesland am Samstagmorgen in den zweiten Camptag. Zahlreiche Teilnehmer waren dazu in das Zirkuszelt gekommen. Dort wartete auf die jungen Gäste eine halbstündige Mischung aus Aktion, Musik und Lesung.
Da ist man drei Tage “unter sich” – und plötzlich ist das Camp voll und hektisch, aus allen Richtungen hört man Musik und schon am frühen Morgen ist in den Sprengelzelten Action. Ja, der Morgen nach der Anreise der Teilnehmer ist für die Vorcamp-Teamer ganz anders.
Wer geglaubt hatte, dass nach dem Fußballspiel das Zelt des Sprengels Stade leer sein würde, hatte sich getäuscht. Wenige Minuten nach Abpfiff sprang Florian Meister auf die Bühne und brachte das Publikum zum Toben.
Auf dem Parkplatz sind alle bereit, der Gepäcktransport und das Begrüßungskomitee warten gespannt auf die Busse. Weit und breit ist aber kein Bus in Sicht. Nur ganz vereinzelt tauchen kleine Grüppchen von Teilnehmenden auf. Einer sagt beiläufig: „Auf der Autobahn staut sich wieder alles! Was für ein Glück, dass wir vorher durchgekommen sind!“
Nach der Eröffnung gab es zunehmend Andrang in den Sprengelzelten. Im Sprengel Hildesheim-Göttingen waren alle Bereiche gut besucht. Besonders beliebt war die “Oase”, sowie die “Future Factory” oder das “besetzte Haus”. Bei einigen Angeboten kann man viel Spaß haben und lachen, bei anderen allerdings werden ernste Themen angesprochen, wie beispielsweise Tierschutz. Dort kann man sich Zeit zum Nachdenken nehmen.