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Berichte

Presseberichte 2015

Praktikum trotz Ferien

Foto: Möller, Kultur&Kommunikation

Es ist zwar nur ein Treffen in kleiner Runde, aber es gibt sogar einen Zeitplan. Die Diakoninnen Anne Basedau und Andrea Gärtner treffen im Gemeindehaus in Oldendorf letzte Absprachen: Wer spricht den Segen? Wann gibt es Pizza? Dann trudeln 15 Jugendliche ein. Sie sind heute hier, um über ihre Erfahrungen beim „Szenenwechsel“ zu sprechen. „Szenenwechsel“ ist ein von der Diakonie und der Evangelischen Jugend ausgerichtetes Projekt, das Jugendlichen Einblicke in die sozial-diakonische Arbeit geben soll. In den letzten vier Tagen haben die Jugendlichen in Altenheimen, Kindergärten oder Häusern für Menschen mit Behinderung gearbeitet. Das Erstaunliche daran: Das Praktikum findet mitten in den Osterferien statt, die Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren haben sich freiwillig gemeldet.

„Das ist eine Chance für die Jugendlichen, sich einfach auszuprobieren“, erklärt Andrea Gärtner, Diakonin im Gemeindeverband Saaletal. Die Praktikumsplätze hatten sie und Anne Basedau, Diakonin in der Kirchengemeinde Gronau, im Vorfeld organisiert. Das wird jetzt fast schon zur Routine. Zum zweiten Mal fand der „Szenenwechsel“ im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld statt. Und ist bislang ein großer Erfolg, so Gärtner. „Die Jugendlichen, die in die Einrichtungen gehen, machen das mit großer Begeisterung und ohne Berührungsängste.“

Auch für die teilnehmenden Institutionen ist das Projekt ein Gewinn. Wer sich freiwillig für ein Praktikum meldet, noch dazu in den Ferien, ist in der Regel aktiv und engagiert. Im Nachgespräch berichten viele Jugendliche, man hätte sie nach vier Tagen Arbeit gar nicht gehen lassen wollen.

Mitunter kamen die Jugendlichen auch an ihre Grenzen. Was tun, wenn eine demente Person immer unfreundlich ist? Wenn Kinder weinen ohne Grund? „Manchmal wusste ich nicht, was ich machen sollte“, sagt ein Mädchen. Doch solche Situationen sind lehrreich. Am Ende überwiegen die positiven Erinnerungen. „Ich habe mich gebraucht gefühlt“, sagt ein Junge. Eine Teilnehmerin behält die Arbeit im Kindergarten in guter Erinnerung: „Wann darf man noch mal so spielen wie im Kindergarten?“

 

Presseberichte 2010

Kindergärten und Friedhöfe rangieren ganz oben

Das Projekt "Szenenwechsel" des Kirchenkreises begeistert Jugendliche fürs Soziale – Anmeldeschluss ist am 12. Februar

GIFHORN. Von wegen: Jugendliche haben mit Sozialem oder der Kirche nichts am Hut – genau das Gegenteil beweist der Kirchenkreis, der sie nun schon zum siebten Mal in Folge dafür begeistert.

"Szenenwechsel" ist der Titel des Projektes, das Schülern in den kommenden Osterferien wieder Einblicke in die Arbeitswelt von Diakonie und Kirche gibt.

Mehr als 200 Jugendliche der Klassen 8 bis 11 haben in den vergangenen Jahren bereits in der Wohnungslosenhilfe, der Jugendwerkstatt, dem Christinenstift oder in der Behindertenhilfe mitgearbeitet. Weit oben in der Gunst der Praktikanten: ein Einsatz im Kindergarten und auf dem Friedhof. Pastor Thorsten Niehus: "Sie sind mit großem Ernst und Engagement bei der Sache und wollen sich auch mit dem Thema Tod auseinandersetzen." Jugendpastorin Angelika Meyer und Sozialpädagogin Dagmar Brigitte Reulecke freuen sich ebenfalls über die Begeisterung, die die Jugendlichen an den Tag legten. "Einige von ihnen sind sogar schon mehrere Male dabei gewesen. Ein Junge beispielsweise ist später Ergotherapeut geworden und lässt sich jetzt noch zum Heilpädagogen ausbilden."

"Szenenwechsel" heißt das Projekt, weil es Jugendlichen hilft, die eigene Szene zu verlassen und in andere Lebensbereiche hineinzuschauen. Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums lernen sie die Arbeitswelt von Diakonie und Kirche kennen. 2005 wurde das Projekt mit dem Förderpreis der Hannoverschen Landeskirche ausgezeichnet.

Das diesjährige Praktikum findet vom 22. bis 26. März statt.

Anmeldungen bis 12. Februar beim Kirchenkreis unter (05371)985111. 

(aus: Gifhorner Rundschau vom 08. 01. 2010 von Barbara Benste)

Eine freiwillige Woche für Schüler in der Altenpflege

Eine Woche lang in den Osterferien freiwillig mitarbeiten in der Altenpflege, bei der Jugendhilfe Rischborn oder auf dem Friedhof: Das können Schüler auch in diesem Jahr wieder beim so genannten Szenenwechsel des Kirchenkreises Gifhorn.

Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich: Der Kirchenkreis Gifhorn bietet wieder Szenenwechsel an.

„Uns ist wichtig, dass sich Jugendliche in einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung engagieren“, sagt Pastor und Diakoniebeauftragter Thorsten Niehus. Außerdem soll der Szenenwechsel Kirche und Diakonie bekannter machen und anders darstellen, als es Schüler aus dem Konfirmandenunterricht kennen.

In den vergangenen Jahren haben laut Niehus durchschnittlich 30 Jugendliche teilgenommen. „Wir hatten auch schonmal 40“, sagt Pastorin Angelika Meyerdierks. Zwei Drittel seien Mädchen.

Niehus erinnert sich an einen Jungen, der viermal dabei war und sich danach zum Heilpädagogen ausbilden ließ.

Schülerinnen und Schüler der Klassen acht bis elf können sich informieren und bis 12 Februar anmelden in der Superintendentur unter Tel. 05371-985111 oder per E-Mail marita.heller(at)evlka.de

  (aus WolfsburgerAllgemeine / Aller-Zeitung vom 07. 01. 2010)