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Schweren Herzens...

Landesjugendcamp 2020 ist abgesagt

Das Landesjugendpfarramt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sagt das diesjährige Landesjugendcamp ab. Das Festival sollte Ende Juni stattfinden und zählt zu den größten nicht kommerziellen Jugendveranstaltungen in Niedersachsen. Auch wenn sich bis Juni die Situation entspannt haben sollte, sieht das Leitungsteam Schwierigkeiten, an dem Termin festzuhalten.

Denn das Besondere am Landesjugendcamp ist, dass Jugendliche aus der gesamten Landeskirche die Veranstaltung mit gestalten. Das Programm wird größtenteils dezentral in den Sprengeln und Jugendverbänden vorbereitet. „Das Camp entsteht an vielen Orten, an denen Menschen sich miteinander auf den Weg machen. Viele Vorbereitungstreffen hat es schon gegeben. Das alles stoppt jetzt. Ohne diese Vorbereitungen ist und wird das Camp nicht das Camp - deshalb werden wir es nicht durchführen können.“ heißt es in einem Informationsschreiben aus dem Landesjugendpfarramt.

Das Leitungsteam habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Das Landesjugendcamp ist eine geniale Form, wie Kirche jugendgemäß erlebt werden kann. Für viele entsteht so überhaupt ein Bild davon, was evangelische Jugend ist und was sie alles sein kann“, erklärt Landesjugendpastorin Cornelia Dassler. „Es ist ein großes Erlebnis der Vielfalt, ein Austausch von Ideen und Möglichkeiten in der Jugendarbeit.“ Darauf könne man nicht so einfach verzichten. Daher gibt es bereits erste Überlegungen, die Veranstaltung auf 2021 zu verschieben. In der Zwischenzeit empfiehlt Rebecca Lühmann, Vorsitzende der Evangelischen Jugend: „Wir alle brauchen jetzt den Blick für uns und unsere Nächsten. Die Zeit zum Innehalten. Und die Freiheit, mit unserer Kreativität vielleicht Formate von evangelischer Jugend zu entwickeln, die auch in diesen Zeiten Kraft und Segen spenden, Lächeln auf Gesichter zaubert und Freundschaften wachsen lässt.“ Dazu passt auch das Motto des diesjährigen Landesjugendcamps: „salzig bleiben“, halten die Organisatoren trotz Absage weiterhin für aktuell. Damit könne man gut auf langfristig wichtige Themen eingehen. Es verbrauche sich nicht, so Dassler. Und auch mit Blick auf die aktuelle Lage unterstreiche es die Herausforderung, nicht in Panik zu verfallen, sondern mit aller Kraft dazu beizutragen, dass Nächstenliebe konkret werde. Vielerorts in der Evangelischen Jugend werden jetzt Ideen entwickelt, wie Jugendarbeit auch digital weitergehen kann.

Offizieller Absagebrief

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