Das Ameisenprinzip oder: Evangelische Jugend ist echt stark
Gemeinsam geht es besser
“Wir können viel von den Ameisen lernen”, meint Landesjugendpastorin Cornelia Dassler zum Abschlussgottesdienstes des 14. Landesjugendcamps. “Die können nämlich mehr, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut.” Und sie erklärte das Ameisenprinzip: Ein großes Problem in seine Einzelteile zerlegen, dann lässt es sich besser bewältigen – und überhaupt: Gemeinsam geht es besser. Wie bei den Ameisen. Zweitens beraucht es die anderen, die mithelfen. Um eine große Aufgabe mit Hilfe anderer zu bewältigen, sei die Überzeugung wichtig: “Du bist einmalig. Und Du bist wichtig.” Gemeinsam erst sind die kleinen Ameisen stark. “So wie ihr jetzt, die ihr da im Regen steht: Die Evangelische Jugend ist echt stark”, ruft sie in die Menge, die – trotz Dauerregens – vor der Bühne tapfer aushält.
Regenschirme, zu Regencapes umfunktionierte Mülltüten, Zeltplanen: Das war das Bild auf 2100 junge Menschen, die nach drei Tagen ihren Abschlussgottesdienst des Camps bei strömendem Regen feierten. Für Sonne in den Herzen und Partystimmung vor der Bühne sorgte die Band “Beautiful one” aus Osnabrück. Außerdem gestalteten fünf Ameisen den Gottesdienst mit.
Und die Jugendlichen zeigten, dass sie in den drei Tagen zu einer tollen Gemeinschaft gewachsen waren: Sie halfen, dass Ameise Toni auf der Bühne den Gottesdienst mitfeiern konnte. Und es auch ein Kreuz gab. Aus den hintersten Reihen des Publikums reichten sie erst die Teile des Gottesdienstkreuzes von Hand zu Hand. Später trugen diese Hände Stück für Stück die kleine Ameise behutsam durch die Menschenreihen auf die Bühne, begleitet von Fansgesängen: “Wir wollen Toni sehen, wir wollen Toni sehen!” Das Ameisenprinzip ist stark. Die Evangelische Jugend ist es auch.
Text+Foto: Katja Müller
