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Was uns in Corona-Zeiten helfen kann

Sechs Schritte aus Tatenlosigkeit und Mutlosigkeit

Gelassenheit kann uns davor bewahren, in den Angst-Modus zu verfallen. Sie ist Ausdruck eines tiefen Vertrauens. Ich bin immer schon getragen, noch bevor ich mich überhaupt anstrenge, mich selbst zu erhalten. Ich kann mich selbst (los-)lassen, mich aus dem Zentrum der Sorge herauslösen..

Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Die beiden wichtigsten Gebote, sagt Jesus, sprechen von Liebe. Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst. Wenn ich liebe, verzwecke ich niemanden, missbrauche ich niemanden. Liebe ist eine Haltung.

Aufmerksamkeit ist eine besondere Form von Lebensfreude. Ich nehme wahr, wer um mich ist. Ich erkenne, dass ich nicht isoliert bin, sondern eingewebt bin in einen großen Zusammenhang von allem, was ist. Je aufmerksamer ich bin, desto verbundener kann ich mich fühlen mit allem, was ist.

Unabhängigkeit ist schon immer schwer zu erreichen gewesen. Es gehört Mut dazu und eine gewisse Portion Eigensinn, die Meinung der anderen für weniger wichtig u halten als die eigene Überzeugung. Ein anderes Wort für Unabhängigkeit wäre Gewissen.

Beten ist die einfachste und tiefste spirituelle Handlung. Beten bringt mich in Kontakt: zu Gott, zu anderen, zu mir. Es ist überall praktizierbar und ist mehr Aufbruch als Rückzug. Wenn ich die Hände falte, umarme ich die ganze Welt.

Erbarmen klingt ein wenig angestaubt. Aber das ist es nicht. Es ist der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhalten kann. Wenn ich aus Mitleid jemand anderem helfe, dann will ich daraus keinen Vorteil ziehen. Ich reagiere auf die Notlage einer anderen Person. Ich fühle mich nicht überlegen. Ich stelle nur meine Möglichkeiten für den Moment zur Verfügung. Wo es Erbarmen gibt, ist kein Platz für Egoismus.

(Es gibt einen Namen für all das.
Wer es noch nicht weiß, sollte in jedem Absatz den ersten Buchstaben lesen.)

Wolfgang Blaffert

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