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Neugierig auf das Unbekannte

Zwei aus der Evangelischen Jugend reisen zur internationalen Begegnung nach Taiwan

Mehr Bilder gibt's bei Instagram: @lajucamp

Ein Mal um die halbe Welt, bitte! Am Rand des ostchinesischen Meeres liegt die tropische Insel Taiwan. „Spontan fällt mir zu dem Land Tradition und Moderne sowie Unabhängigkeitsbestrebungen ein“, überlegt Franziska Horn, Referentin für internationale Arbeit im Landesjugendpfarramt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zusammen mit Matthias Potempa von der Evangelischen Jugend Celle macht sie sich diesen Sommer auf den Weg zu einer Insel, über die viele in Deutschland sehr wenig wissen. Was sie in Taiwan beeindruckt, erstaunt und fasziniert, berichten sie bei Instagram: @lajucamp

Die Presbyterian Church in Taiwan lädt zum “I love Taiwan Mission Camp“, einer internationalen Jugendbegegnung ein. Drei Tage werden rund 50 Teilnehmer aus den Partnerländern zusammen erleben, dann gehen sie in kleinen Gruppen für 12 Tage in einzelne Gemeinden, um dort bei Sommeraktionen der Kirche mitzuhelfen. Am Ende gibt es dann noch einen gemeinsamen Teil für alle.

files/news/ejh/2017/taiwan-matthias-potempa.jpgMatthias Potempa würde am liebsten in einer ländlichen Gemeinde eingesetzt werden: „Es ist interessanter, etwas abseits der großen Städte zu sein. Dort sind die Kultur und die Identität des Landes weniger berührt von äußeren Einflüssen und einzigartiger.“ Denn er ist neugierig auf die Taiwaner. „Ich hatte bis jetzt wenig mit Menschen aus Asien zu tun. Ich kann durch die Menschen dort einen neuen Blick auf die Welt erlangen“, erklärt er. Im Vorfeld habe er ein wenig über das Land recherchiert, doch sei es ihm wichtig, möglichst neutrale Informationen zu bekommen, um nicht schon im Vorfeld zu bewerten. „Es wird spannend sein, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen uns und den Asiaten/Taiwanesen zu erleben.“

Gespannt ist auch Franziska Horn. Sie wird in einem Sommercamp für Grundschüler mithelfen. Dafür bringt sie einige Spiele und Materialien aus der Arbeit mit Kindern mit. „Ich bin gespannt, auf die Spiele und Tagesrituale im Sommercamp  und ob sie mit denen in Deutschland vergleichbar sind.“ Für die Referentin ist aber auch der Kontakt zu den taiwanesischen Organisatoren wichtig. Denn Ende Juli wird es einen Fachkräfteaustausch in der hannoverschen Landeskirche geben. Ein Kontakt zwischen der Presbyterian Church in Taiwan und der Evangelischen Jugend in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers besteht seit 2016. Daraus soll jetzt eine Jugendpartnerschaft entstehen. „Im Fachkräfteaustausch werden die bisherigen E-Mail- und Sykpe Kontakte um die persönliche Ebene intensiviert und die Fachkräfte lernen den Aufbau des Jugendverbands und die Jugendarbeit vor Ort kennen“, berichtet Horn. Und im Anschluss reisen Jugendliche aus Taiwan nach Hannover, um an einer trinationalen Jugendbegegnung mit deutschen, russischen und taiwanesischen Jugendlichen teilzunehmen.

Gereist wird mit leichten Gepäck: „Es gibt kein einzelnes Teil, dass in meinem Koffer nicht fehlen darf. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Vergessen von scheinbar wichtigen Dingen die Kreativität und die Kommunikation vor Ort fördert“, erklärt Matthias Potempa. Und Franziska Horn ergänzt: „Nur für Keksgeschenke muss noch Platz sein.“

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