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Jugendsynode trägt Früchte

Verfassungsänderung und Jugend

Die Jugendsynode von 2015 hat viel bewegt

Die 25. Landessynode hat im Mai ein Entwurf für die Erneuerung der Verfassung der Landeskirche vorgelegen. In der Einbringung, wie im umfangreichen Aktenstück, wurde vom Präsidenten der Synode hervorgehoben, welche Bedeutung in den vorausgehenden Beratungen des dafür gebildeten Verfassungsausschusses das Votum von den beiden Vorsitzenden der Landesjugendkammer und das Gespräch mit ihnen hatte. Jan Hendrik Saxe und Rebecca Lühmann waren die einzigen Personen, die namentlich erwähnt wurden.

Tatsächlich weist das Aktenstück einen eigenen Abschnitt zum Thema Jugend aus. In dem generell um ca. 50 Paragraphen gekürzten Entwurf sind ganz neue Passagen und Regelungen zur Beteiligung Jugendlicher aufgenommen worden. Diese greifen Ergebnisse aus den Beratungen der Jugendsynode auf und realisieren weitaus mehr Jugendbeteiligung, als sie schon bei einer Jugendsynode in den 80er Jahren einmal gefordert worden war. "Der Entwurf eröffnet neue Möglichkeiten der Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Arbeit in unserer Kirche." So schreibt Dr. Stephanie Springer, Präsidentin des Landeskirchenamtes, in einer G-Mitteilung.

Unter www.Kirchenverfassung2020.de sind seit dem 1. Juni alle Kirchenmitglieder aufgerufen, den Verfassungsentwurf zur Kenntnis zu nehmen und zu kommentieren. Außerdem sind die Gremien und Organe auf allen Ebenen aufgefordert worden, sich an der Diskussion zu beteiligen und Mitglieder des Verfassungsausschusses zu sich einzuladen. Der Landesjugendkammervorstand hat noch während der Synodaltagung gegenüber dem Synodenpräsidenten eine Einladung in die Landesjugendkammertagung im Oktober ausgesprochen. Die Landesjugendkammer hat in ihrer anschließenden Tagung im Mai dem zugestimmt. Für den 21. Oktober nachmittags hat Arend de Vries, geistlicher Vizepräsident, sein Kommen in die Landesjugendkammer zur Erläuterung und Diskussion des Entwurfs zugesagt. Es ist wichtig und gut, dass der Jugendverband gemeinsam die Intentionen des Entwurfs zur Kenntnis nimmt und dazu Stellung bezieht. Es wäre wünschenswert, wenn Voten aus den Reihen der Sprengel und Verbände in diese Diskussion eingebracht werden. Umgekehrt sollen natürlich die Landesjugendkammerdelegierten die Erkenntnisse aus diesem Prozess wieder in die entsendenden Gremien zurücktragen.

In der darauf folgenden Landesfachkonferenz am 6. November wird aus der Diskussion in der Landesjugendkammer berichtet werden.

Mit einem so gestaffelten gemeinsamen Verstehen und Bearbeiten des Verfassungsentwurfs können wir hoffentlich weiter einen Beitrag dazu leisten, dass die starken Impulse hin zu mehr Jugendbeteiligung in den Diskussionen nicht verloren gehen, sondern bestärkt werden.

Es ist bereits jetzt fest vorgesehen - auch das äußerte Synodenpräsident Kannengießer bei seiner Einbringung ausdrücklich, dass aus den Reihen der Landesjugendkammer eine Beteiligung an der landeskirchenweiten Tagung zur Verfassungsänderung im März 2018 erfolgt.

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