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Eine postchristliche Generation?

Gedanken zur EKD-Synode

„Glaube junger Menschen“ ist Schwerpunktthema der EKD-Synode: „Der Glaube junger Menschen ist ein Thema von großem Gewicht für die Zukunft der evangelischen Kirche“ wird die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer auf der Startseite der EKD-Homepage zitiert. Hier sowie auf Facebook und Twitter lässt sich nachvollziehen, wie das Thema auf der Synode verhandelt wurde. Mit einer eindrücklichen Bibelarbeit am Montagmorgen haben sich drei Jungenddelegierte zu Wort gemeldet, zwei davon sind Mitglied im derzeitigen aej–Vorstand. Denn "die Jugendarbeit brummt", so ein Zitat aus der ARD-Tagesschau am vergangenen Sonntag.

Die Vorträge vor der EKD–Synode gibt es hier. Unter anderem ist dort auch der Vortrag  von Prof. Dr. Gerd Wegner zu der Studie zu finden, mit der das sozialwissenschaftliche Institut der EKD den Glauben junger Menschen untersuchte. Wegner sagt in seinem Fazit: „Ich persönlich habe das Gefühl, dass wir es hier mit einer – ich möchte einmal sagen – postchristlichen Generation zu tun haben. Aber postchristlich heißt ja nun nicht unchristlich. Das ist auch nicht die Zukunft, mit der wir es zu tun haben. Aber es sieht so aus, dass wir uns in diese Richtung bewegen.“

„Es muss etwas passieren – jetzt!“ so lautete im Sommer 2014 das Fazit von zwei jungen Teilnehmenden an der von Landesjugendpfarramt und evangelischer Akademie gemeinsam veranstalteten Denkwerkstatt „Mit jungen Erwachsenen Kirche gestalten“. Die Ergebnisse dieser Tagung wurden mit vielen O–Tönen in einer Tagungszeitung festgehalten, die wir aus aktuellem Anlass hier noch einmal zur Verfügung stellen. Viereinhalb Jahre sind aus der Perspektive junger Menschen durchaus ein langer Zeitraum. Wie gut, dass wir in unserer Landeskirche mit der Jugendsynode einen Schritt weiter gegangen sind. Aber reicht das? Wie kommen die Interessen junger Menschen so zur Geltung, dass etwas passieren kann?

(Cornelia Dassler, Landesjugendpastorin)

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