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Der Taktiker, die Flippige und der Schnelle

Im Gespräch mit den neuen KollegInnen im Landesjugendpfarramt

Im Spiel und im Gespräch: Das sind die Neuen

Es gibt drei neue Gesichter im Landesjugendpfarramt: Franziska Horn, Referentin für Ökumene, internationale Arbeit und Umweltbildung, Bernd Rossi, Geschäftsführer, und Marco Kosziollek, Referent in der Schülerinnen- und Schülerarbeit. Ich wollte sie etwas besser kennenlernen und habe sie zu einem Mikado-Spiel eingeladen.
Ein Interview von Regula Jantos


Welcher Mikado-Typ seid Ihr? Der Vorsichtige, der Analytiker, der Verwegene?

Franziska:  Ich bin der Hoch-Flipper. Also ein Stäbchen mit einem anderen hochschleudern. Aber da gibt es ja auch unterschiedliche Regeln.

Bernd: Ich wähle die Technik bei Bedarf. Das was gebraucht wird, das spiele ich.

Also bist Du mehr der Vielseitige? Der abwägende Analytiker?

Bernd: Abwägender Analytiker? Ja, das auch. Im Sinne von: Welcher Stab erfordert welche Maßnahme.

Marco: Mikado ist überhaupt nicht mein Spiel. Ich brauche etwas, wo ich schnell Sachen machen kann. Natürlich kann ich bei Mikado versuchen, die richtige Technik anzuwenden, aber ich bin viel zu hibbelig, um ganz ruhig den Stab zu retten.


Das Bild vom Mikado-Spiel lässt sich auch auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen übertragen: ein Balance-Akt zwischen unterschiedlichen Interessen, Menschen, Zielen. Häufig ist es eine Abwägungssache, manchmal stürzt man sich auch kopfüber hinein und macht einfach. Marco, Du bist seit einer Woche im Landesjugendpfarramt und sondierst noch die Zusammenhänge. Hast Du einen Plan oder lässt Du die Dinge auf Dich zukommen?

files/news/ejh/2016/02/mk_web.jpgMarco: Nun, ich habe natürlich einen Plan, wie ich mir meine Informationen beschaffen kann. Ich versuche, mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Und dann lasse ich es auf mich zukommen.

Also hast Du noch kein fertiges Bild im Kopf?

Marco: Auf gar keinen Fall! Zumal die SchülerInnenarbeit so viele verschiedene Formate anbietet. Da bin ich gerade erst dabei zu verstehen, wie die miteinander spielen, miteinander funktionieren. Da gibt es Tage zur Orientierung, Klassentagung, Teamertagung usw. Auch sortiere ich noch, welche Mikadostäbchen meine Vorgängerin hinterlassen hat und vor allem welche Spielanleitungen und welche Mitspieler, die ich wieder ansprechen kann. Und dann freue ich mich, wenn diese auch mit mir spielen wollen, obwohl ich ja vielleicht ganz anders Mikado spiele, als meine Vorgängerin.

files/news/ejh/2016/02/fh_web.jpgFranziska, bei Dir ist es ja sehr bunt und vielfältig. Du hast unter anderem die Schwerpunkte Internationales und Ökumene, wo Du mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammenkommst. Welche Projekte sind Deine persönlichen Highlights?

Franziska: Das ist natürlich die Internationale Woche, das Projekt mit dem ich hier im Landesjugendpfarramt angefangen habe. Es ist ein fest etabliertes Projekt, das mir trotzdem Raum bietet, mich auszutoben. Mein Herz hängt sowieso an internationaler Jugendbegegnung.

Welchen Mikado-Stab möchtest Du gerne noch freilegen?

Franziska: Ich würde gerne noch viel mehr Partnerschaften  initiieren, mehr Jugendbegegnungen, z.B. in Workcamps.

files/news/ejh/2016/02/br_web.jpgBernd, Du bist unser Mann für Finanzen. Jedenfalls wird das gerne so gesehen, auch wenn Du als Geschäftsführer ja auch noch mehr Aufgaben hast. Spontan würde ich sagen, dass das Mikado-Spiel da nicht so passend ist. In Sachen Finanzen ist die Lage doch immer klar: Entweder es gibt Geld oder es gibt keines, man kann nicht taktieren oder ein Stäbchen rauschleudern. Oder ist das anders?

Bernd: Na ja, Du wirfst ja jedes Mal das Mikado-Spiel neu. Das Geld liegt nicht immer parat, sondern will gewonnen werden. Und so muss man immer wieder neu schauen: Wo gibt es welche Gelder für Projekte und Maßnahmen? Wer fühlt sich verantwortlich? Bei mir ist es weniger das reine Rechnen als vielmehr die Aufgabe, Geld zu generieren. Und das ist immer anders und spannend.


Beim Mikado gibt es den sogenannten „Kaiser-Stab“, das ist der Blaugeringelte. Mit dem Kaiser-Stab darf man andere Stäbe herauskatapultieren. Er ist also so etwas wie ein Joker oder ein Zauberstab. Wenn Ihr einen Zauberstab hättet, was sollte der können?

Bernd: Mein Zauberstab sollte mich gelassen stimmen. Er sollte mir hilfreich zur Seite stehen und mir helfen, ein schönes Arbeitsklima zu schaffen. Das andere ergibt sich sowieso.

Marco: Bei mir sollte er Zeit verlängern können. Bei den Tagen zur Orientierung etwa, die den Teilnehmern so viel bringen, dass sie am Ende gerne noch weiter machen würden. Aber dann ist die Zeit leider schon wieder vorbei.

Franziska: Ich gehe da ein bisschen in Bernds Richtung. Mein Zauberstab sollte die Zufriedenheit mit meiner Arbeit hier unterstützen.


Eine letzte Frage: Bist Du ein guter Verlierer?

Marco: Oh. Wenn es gerecht zugegangen ist, dann ja.

Bernd: Ja.

Franziska: Ich bin ein Sandwich-Kind, ich musste immer verlieren.

 

Mehr Informationen zu den neuen KollegInnen gibt es hier:

Franziska Horn

Bernd Rossi

Marco Kosziollek

 

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