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Einsatz auf Augenhöhe: für Frieden und Menschenrechte

Ann-Kathrin Johow vom CVJM bekommt Bundesverdienstkreuz

Foto: privat

Internationale Jugendworkcamps, Camps zum Thema Menschenrechte, pädagogische Führungen durch Gedenkstätten der NS-Geschichte – immer geht es um Begegnung, um Begreifen und Verstehen. Ann-Kathrin Johow aus Wolfsburg engagiert sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich in der internationalen Jugendarbeit des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Niedersachsen. Und dafür hat sie jetzt das Bundesverdienstkreuz bekommen.

„So viele junge Gesichter bei einer Ordensverleihung – das ist etwas ganz Besonderes“, sagte Bundespräsident Joachim Gauck bei der Verleihung des Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am vergangenen Freitag in Berlin. Er ehrte 24 junge Menschen für ihr ehrenamtliches Engagement in gesellschaftspolitischen, sozialen und kirchlichen Bereichen. Johow ist eine davon. Für ihre Arbeit beim CVJM sind der 28-Jährigen besonders die Themen Menschenrechte und Gedenkstättenarbeit wichtig. Häufig begleitet sie Gruppen bei einem Besuch auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen oder im Anne-Frank-Haus in Oldau. Dabei gelingt es ihr immer, Vertrauen herzustellen, egal, ob es sich um junge Erwachsene oder Kinder handelt. „Sie hat ein gutes Gespür für junge Menschen“, bestätigt Katrin Wilzius, Landeswartin vom CVJM-Landesverband Hannover. „Sie vermittelt nicht nur reines Wissen über den Holocaust, sondern begegnet den Jugendlichen auf Augenhöhe.“

Die Ehrenamtlichen des CVJM Landesverbands Hannover engagieren sich in Bergen-Belsen für die Erinnerung und Versöhnung. Jugendgerechte, begegnungs- und erlebnisorientierte Methoden außerschulischer Jugendbildung bestimmen das Konzept. Die Beschäftigung mit historischen Inhalten sowie die Vermittlung gesellschaftspolitischer Aspekte spielen dabei eine große Rolle. Weitere Informationen zu Gedenkstättenarbeit des Verbandes: www.cvjm-lvh.de

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