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Begegnungen im Grünen Jäger

Hier werden in Osnabrück Ideen geboren

Jens Bracksieker, Vositzender des Kreisjugendkonvents Osnabrück

Das hat Tradition: Am runden Tisch im Grünen Jäger, einer der ältesten Kneipen der Stadt, kommen regelmäßig Menschen zusammen, die sich im Kirchenkreis Osnabrück um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kümmern. Hier tagt der Kreisjugendkonvent und hier trifft sich Kreisjugendwart Kimm Herlyn mit dem Kreisjugendpastor und den Diakoninnen aus der Jugendarbeit in den Gemeinden. „Und außerdem kommt der Wirt aus der Evangelischen Jugendarbeit“, verrät die Diakonin Antje Mühre aus der Bonnus- und Martinsgemeinde.

Da war es nur konsequent, dass Regula Jantos und Uwe Huchthausen aus dem Landesjugendpfarramt ihre rote Couch vergangene Woche in den Grünen Jäger geschleppt haben. Im Rahmen des Projektes „Couchsurfing“ trafen sie dort auf die beruflichen Mitarbeiter in der Evangelischen Jugendarbeit sowie auf den Kreisjugendkonvent. „Hier wurde zu später Stunde schon so manche verrückte Idee geboren“, lachte Christina Ackermann-Döpke, Diakonin in der Michaelis-Gemeinde.

files/fotos/projekte/osnabrueck-hauptamtliche_01.jpgIdeen gibt es im Kirchenkreis viele, zwei davon haben sich zu großen Projekten gemausert: „Kirche rockt“ und „Gottesdienst am besonderen Ort“. Beim ersteren handelt es sich um ein Bandfestival im Rahmen der langen Nacht der Kirchen. Fünf Bands ganz unterschiedlicher Musikrichtung treten auf. „Da wird nicht nur christliche Musik gespielt“, unterstrich Kreisjugendwart Kimm Herlyn im Gespräch. „Wir sind offen für alle Stile und holen uns das Besondere in die Kirche.“ Das nächste Mal rockt die Kirche am 22. September in der Thomaskirche.

Beim Gottesdienst am besonderen Ort bewegen sich die Jugendlichen raus aus der gewohnten Umgebung und suchen nach ungewöhnlichen Locations. Angefangen hat alles 2008 im grünen Jäger, mittlerweile gab es noch an sechs weiteren Orten den besonderen Gottesdienst. In diesem Jahr treffen sie sich in der Feuerwache.

files/fotos/projekte/osnabrueck-jugendliche_01.jpgIm Anschluss an die Beruflichen-Runde strömten die Jugendlichen des Kreisjugendkonvents in den Grünen Jäger. Die Sitzplätze reichten knapp und die Referenten staunten über so viel Beteiligung. Ein brennendes Thema in der Evangelischen Jugend ist der Nachwuchs. Während es in den Stadtgemeinden eine beinahe zu große Nachfrage nach Juleica-Plätzen und entsprechend viele ausgebildete Teamer gibt, haben es die ländlichen Gemeinden schwer, die Jugendlichen nach der Konfirmation zu halten. Regula Jantos aus dem Landesjugendpfarramt zeigte sich zuversichtlich: „Ihr seid so voller Energie und Ideen. Lasst euch von einer Durststrecke nicht entmutigen. Ihr schafft das schon!“ Mit der AG F.A.S.S. (Freizeit, Aktion, Sport und Spaß) haben die Jugendlichen bereits ein Team, das Angebote für die zahlreichen Helfer entwickelt. „Das ist auch für all diejenigen, die früher hier aktiv waren, jetzt aber vielleicht für ihr Studium fortgezogen sind. So haben sie immer noch einen Platz bei uns“, freute sich Herlyn.

Im Rahmen des Projekts „Couchsurfing“ besuchen Referenten aus dem Landesjugendpfarramt die Kreisjugenddienste der Landeskirche. Mit dabei ist immer das rote Sofa, als Ort für Gespräche und Austausch.

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