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Stolzenau-Loccum träumt vom Dachboden

Am Anfang waren es nur zwei Mädchen. Sie legten den Grundstein für das Mitarbeiterteam. Dann sprach es sich rum, dass Kirche Spaß macht. Als Iris Feigel und Regula Jantos aus dem Landesjugendpfarramt Ende November zu Besuch in den Kirchenkreisjugenddienst Stolzenau-Loccum kamen, war der runde Tisch mit jungen Teamerinnen und Teamern gefüllt.

Diakon Marc-André Kölling leistet Aufbauarbeit im Kirchenkreis. Nachdem die Jugendarbeit längere Zeit brach lag, gelingt es ihm jetzt langsam, Jugendliche wieder für Kirche zu interessieren. Oder vielmehr für das, was im Kirchenkreisjugenddienst los ist. Die Strategie ist ganz bodenständig: erstmal gucken, wer da ist, was Spaß machen könnte und dann loslegen. Zurzeit baut Kölling zusammen mit seinen Jugendlichen einen Pizzaofen im Gemeindegarten. Erst kamen nur die Mädchen. Als es ans Mauern ging, haben sie ihre Freunde mitgebracht und schließlich packte sogar ein Vater mit handwerklichem Geschick mit an. Schon bald kann der Pizzaofen ein Treffpunkt sein. Dabei geht es erstmal nicht um religiöse Themen oder Jugendgottesdienste. „Wichtig ist, dass die Jugendlichen ihre Vorurteile gegenüber der Kirche ablegen und Vertrauen fassen“, erklärt der Kreisjugendwart. „Sie müssen erfahren, dass unsere Kirche ein Ort ist, wo sie gerne hinkommen.“

Ein Traumprojekt wäre der Ausbau des großen Dachbodens im Gemeindehaus. Hier ist genügend Platz und das alte Gebälk sorgt für Atmosphäre. Im Moment kommen sie nur zu Andachten und Gruppenstunden hier hinauf, aber der Dachboden hätte das Zeug dazu, ein eigenes Reich für die Jugendlichen zu werden, mit Erlebnisraum und Schlafplätzen. Natürlich würden alle mit anpacken und vielleicht auch noch weitere Freunde oder Eltern mitbringen.

 

Couchsurfing – unterwegs mit dem roten Sofa ist ein Projekt des Landesjugendpfarramts. Das Sofa reist, begleitet von jeweils zwei Referenten, durch die Landeskirche und besucht die Kirchenkreisjugenddienste.

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