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JuLeiCa auf Dänisch

Wie die Dänen Jugendarbeit machen

Letztes Jahr besuchte eine dänische Delegation die Hannoversche Landeskirche, angeführt von dem Gemeindepastor und KUL (Konfirmanden Unterrichts Jugendleiter) -Beauftragten der Dänischen Ev.luth. Kirche, Carsten Andreassen im Sachsenhain in Verden um etwas über Jugendarbeit und die JuLeiCa Ausbildung zu erfahren. Über Pfingsten erfolgte nun gemeinsam mit Nadine Kowalke aus dem Landesjugendpfarramt, dem Kreisjugendwart Helge Bechtloff und fünf Jugendlichen der Evangelischen Jugend im KK Ronnenberg der Gegenbesuch in Højby, einem kleinen Vorort der Stadt Odense in Dänemark. Ein Erfahrungsbericht von Nadine Kowalke.

 

Als wir am späten Freitagnachmittag dort ankamen, wurden wir herzlich von Carsten und seiner Frau Martina, sowie mehreren KULern, so heißen die Teamer in Dänemark, bergrüßt. Bei einem leckeren Grillen lernten wir einander besser kennen, spielten gemeinsam ein paar Spiele und ließen den Abend anschließend gemütlich ausklingen.

files/news/ejh/2015/05_Mai/20150524_121715.jpgGut ausgeschlafen starteten wir dann nach einer Andacht, die Jugendliche aus Ronnenberg vorbereitet hatten in den nächsten Tag. Frauke Meldgard, eine Diakonin aus Herning, kam mit fünf KULern noch zu unserer Gruppe dazu. Einige dürfte Frauke noch von der letzten Landefachkonferenz in Erinnerung haben, bei der sie zu Gast war. Ebenso waren noch drei Pastoren die in der dänischen Kirche Jugendarbeit machen, mit anwesend.

An diesem Tag ging es noch einmal um die Grundidee der JuLeiCa, sowie ihren Nutzen bei uns. Und die Ev. Jugend des Kirchenkreises Ronnenberg führte mit den Anwesenden ganz praktisch den Teil der "Kommunikation" aus ihrer JuLeiCa Ausbildung durch. Die Verständigung auf Dänisch, Deutsch und Englisch klappte prima. Zur Not auch mit Händen und Füßen.

files/news/ejh/2015/05_Mai/20150525_154035.jpgNachmittags spielten die Jugendlichen dann gemeinsam draußen unter anderem Wikingerschach. Bei den Hauptamtlichen ging es darum, wie es für die KUL Arbeit in der dänischen Kirche weitergehen kann. Es war sehr spannend für mich bei diesem offiziellen Start mit dabei zu sein und auch noch KollegInnnen aus einem anderen Land dabei zu unterstüzen und zu beraten und mein Wissen weiter zu geben.

Abends bereiteten wir dann mit den Jugendlichen gemeinsam den Pfingstgottesdienst vor. Diesen feierten wir am nächsten Morgen zweisprachig gemeinsam mit der Gemeinde in Højby. Zur Freude der Jugendlichen feiern die Dänen immer erst Sonntags um 11 Uhr Gottesdienst. Der Gottesdienst mit Abendmahl war ein sehr bewegendes Erlebnis. Und ich war überrascht, wie viel ich doch von der Predigt, die nur auf dänisch war, verstanden habe.

files/news/ejh/2015/05_Mai/daenemark.jpgAm Sonntag Nachmittags ging es dann nach Odense in die Stadt, wo wir eine kleine Führung bekamen und uns unter anderem das Gebursthaus von Hans-Christain Andersen ansahen. Nach einem gemeinsamen Softeis, ging es dann gegen Abend wieder zurück.

Am Montag fuhren wir alle zusammen nach Jütland rüber. Dort spielten wir erst Golf, dann brachten wir Frauke und ihre KULer zum Zug. Es war ein sehr herzlicher Abschied. Und einige der Mädels aus Herning wären am liebsten noch geblieben. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand von Vejers, wo wir einen ausgiebigen Spaziergang machten.

Es war eine schöne Zeit in Dänemark. Spannend, die Kultur und die kirchliche Arbeit dort vor Ort kennen zu lernen. Wustet ihr zum Beispiel, dass die Dänen ständig Kaffee trinken? Auch noch Abends um neun Uhr?

Rückblickend ist mir durch diese Tage noch einmal bewusst geworden, was für eine gut Qualität unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eigentlich hat. Und dass wir stolz auf das sein können, was über die Jahre so in unserer Landeskirche gewachsen ist. Mal sehen, wie sich die freundschaftliche Beziehung zwischen dem landesjugendpfarramt, der Ev. Jugend im KK Ronnenberg und den dänischen Kollegen noch so gestaltet. Neuigkeiten erfahrt ihr auf alle Fälle hier.

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