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Theatertreffen der Evangelischen Jugend
Realität und Reichweite von Jugendverbandsarbeit
Theatertreffen der Evangelischen Jugend

im  Evangelischen Jugendhof Sachsenhain Verden

 

"(B)Rennende Zeiten"

 

Es war wieder so weit – vom 02.01.2010 bis zum 06.01.2010 trafen sich 64 theaterbegeisterte junge Menschen im Sachsenhain zum 28. „Theatertreffen Verden“ der Evangelischen Jugend Hannovers. Unterstützt wurden sie von einem neunköpfigen Team ehrenamtlicher MitarbeiterInnen und 12 Jugendlichen, die für eine perfekte Technik auf der Bühne und eine verzaubernde Atmosphäre im legendären Theatercafé sorgten.

 

Unter dem Motto „(B)rennende Zeiten“ wurden die Teilnehmenden an einen Spielort in den Orient entführt. Am ersten Abend sammelten sich alle in einer Oase, um dem Abgesandten des Großvisiers vom Kairo zu lauschen, der vom bevorstehenden „zeitlosen Fest der brennenden Sanduhren und der mondläufigen Sonnen“ berichtete. Für dieses suche er SängerInnen, TänzerInnen, GauklerInnen, Pantomimen, und GeschichtenerzählerInnen. In insgesamt sechs Karawanen brachen die Jugendlichen noch am gleichen Abend von Mekka nach Kairo auf, um in drei Tagen beim Fest zu sein.

 

In den Karawanen „U(h)rzeit“, „Jagdzeit“, „(K)eine Zeit“, „Spielzeit“, „Restzeit“ und „Zeitlupe“ wurde in den nächsten drei Tagen jede Menge geflüstert, geschrieen, gesabbelt, geschwiegen, gelaufen, getanzt, gerannt, gegangen, gestanden und gelegen – kurz „fleißig mit Körper, Geist und Stimme“ Theater gespielt. Eine kleine Reisegruppe hielt ihre Experimente sogar auf Video fest und erweckte gleich noch Playmobilfiguren zum Leben.

 

An jedem Abend lud das Theatercafé stilecht zu Heißem und Eiskaltem ein, unterhielt mit  Disko und Kleinkunst die nimmermüden BesucherInnen und erzählte Geschichten aus 1000 Nächten. Zu jeder Mitternacht bot ein Impuls in Form von Andachten oder Meditationen zu Stille und Einkehr ein.

Am letzten Abend in Kairo angekommen feierten alle ein rauschendes Fest. Die Gruppen zeigten sich auf einer großen Bühne in perfekter Licht- und Soundqualität ihre Reiseerlebnisse. Ein Genuss für alle Sinne und ein Hochgenuss für die, die spielten, ebenso wie für die, die schauten und staunten. Für einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen, denn der Mond wollte in dieser Nacht nicht weichen, die Sonne aber viel zu früh erscheinen. Nichts wollte verpasst werden.

 

Als am letzten  Morgen Abschied genommen wurde, war eins klar: Verden ist eine Riesentüte voll Spaß, Spannung, einmaligen Gruppenerlebnissen, wunderbaren Geschichten, prägenden Erfahrungen und „viel zu kurz“. „Wir sehen uns nächstes Jahr wieder“ – „wir sehen uns auf dem Jugendcamp“ und „Verden einmal – Verden immer“ waren dann auch die Botschaften der Stunde.

Begleite alle der Wunsch vom Abschiedssegen „mögen wir in der Zeit getragen sein und in ihr wachsen, wohlbehütet und vertraut neue Wege gehen, auf das wir uns wieder sehen – hier und dort und 2011 in Verden.“

 

Mit Dank für die wunderbare Unterstützung vor Ort dankt das Theatertreffen-Team allen Mitarbeitenden des Sachsenhains unter Leitung des Diakon Rainer Köhler, die mit Freundlichkeit und Fleiß jede nur erdenkliche Unterstützung verlässlich boten. Ohne sie und alle anderen wäre Verden nicht Verden nicht „Verden“.

 

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