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Nach einer Woche im neuen Jahr

Gespannt haben wir es wieder erwartet, das neue Jahr, trotz düsterer Prognosen und dunkler Prophezeiungen. Gerade noch haben wir zurückgeblickt auf das vergangene Jahr, haben an wichtige freudige Erlebnisse gedacht und versucht, mit unangenehmen Erinnerungen abzuschließen. Und nun begleitet uns die Frage, was wohl kommen mag im neuen Jahr? Werden mir wichtige Dinge erhalten bleiben, Freundschaften auch dieses Jahr überstehen, oder wird es einen Umbruch geben, nach dem ich mich neu orientieren muss? Und natürlich: Wie werde ich mich verändern und weiterentwickeln?
Und damit sind wir auch schon beim Neujahrsthema schlechthin - den guten Vorsätzen!
Sie haben unsere Silvesterfeier begleitet und sind am Neujahrsmorgen tatsächlich noch da. Wir wollen: aufhören mit dem Rauchen, keine Schokolade mehr essen, weniger Zeit vor dem Computer verbringen, aufmerksamer zuhören und, und, und. Die Liste der möglichen Vorsätze ist unendlich lang. Heute sind wir wild entschlossen, dies alles zu tun oder zu lassen. Wir werden es schaffen; dieses Jahr wird endlich alles ganz anders!
Aber wen (außer uns selbst) interessiert das eigentlich? Ob wir all unsere Versprechen auch tatsächlich einlösen und wahr machen, ist doch nur für uns interessant. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, interessiert es uns doch meist auch nur bis etwa Mitte Januar. Danach beschließen wir dann, dass 5 Zigaretten am Tag doch schon fast gar kein Rauchen mehr ist; dass wir ein Stückchen „Schoki“ als Nervenfutter unabkömmlich finden; dass die Zeit vor dem Computer ja gar nicht sooo sinnlos genutzt ist und dass unsere Freundinnen und Freunde, wenn sie denn Aufmerksamkeit wollen, ja auch per E-Mail mit uns kommunizieren können. Das war es also mit unseren guten Vorsätzen, die wir doch dieses Jahr ganz bestimmt einhalten wollten.
Und dann stehen wir da und sehen unsere Unvollkommenheit, sehen ein, dass wir schwach und unbeständig sind.
Aber das Komplizierteste kommt erst noch: jetzt müssen wir verstehen, dass wir so geliebt werden, einfach so! Nur weil wir wir sind – obwohl wir wir sind!
Da gibt es jemanden, da gibt es Gott, der sagt: Mach dir keinen Stress, hab keine Angst. Ich bin bei dir, ob du nun so bist oder so.
Gerade dann, wenn ich mal wieder meinen guten Vorsatz über Bord geworfen habe, freue ich mich über diese Zusage. Die Bibel ist voll von Liebesbekundungen Gottes an uns, voll von Zuspruch, voll von Nähe.
Eine der wohl schönsten Stellen findet sich im Buch Josua:
„Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“
                                            (Jos. 1, 9)
Also dürfen wir mutig leben, ohne ständig an uns herumzubessern, dürfen wir uns weiterentwickeln und dabei einfach wir selbst sein, ohne dass wir Angst haben müssen, nicht mehr geliebt zu werden. Denn wir haben einen starken Partner an unserer Seite. Gott!  Immer!
Lena Borgers

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