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Fachbereich 4 im Haus kirchlicher Dienste, Hannover
Referentinnen und Referenten im Landesjugendpfarramt
Manfred Neubauer


Jugendpolitik ist überwiegend Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche und den Jugendverband Evangelische Jugend. Dazu ist es notwendig, sich bei Sachfragen, zu Gesetzesvorhaben, aktuellen (jugendpolitischen) Themen der Jugendarbeit oder Förderfragen kundig zu machen. Das bedeutet auch, sich einzumischen und zu handeln. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Jugendkonventen und Jugendringen, die als legitimierte Vertretungsorgane ein Gegenüber zu gesellschaftlichen und kirchlichen Gremien bilden. In dem Referat kann z. B. inhaltliche Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Seminaren, Tagungen oder Fachveranstaltungen zur politischen Bildung oder Themen der Jugendpolitik abgefragt werden wie auch die Anregung, Begleitung und Durchführung jugendpolitischer Aktivitäten in Jugendkonventen, Jugendringen, Jugendhilfeausschüssen oder in der Landesjugendkammer vereinbart werden. Das Angebot der Zusammenarbeit richtet sich sowohl an ehrenamtliche als auch an berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit und kirchlicher Vertretungsorgane. Themen, die in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielten und in Zukunft auch weiterhin prägend sein werden:

  •     Kampagne »E«: Ehrenamtliches Engagement, gesellschaftliche Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit, Verhältnis Berufliche – Ehrenamtliche/Ehrenamtliche – Ehrenamtliche, Zertifizierung, siehe Broschüre der aej: »Ehrenamt braucht Bestätigung«

  •     »Mitbestimmung muss erkennbar sein«: Formen  der Mitbestimmung, Überlegungen zur veränderten  Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im Jugendverband,  Fördersystematik auf kommunaler -, Landes- und  Bundesebene (Richtlinien, Gesetze, Förderpläne  für Jugendarbeit), Kinder- und Jugendhilfegesetz (Umsetzung der gesetzlichen Regelungen z. B. in Form  von Jugendhilfeplanung)

  •     »NeXT2020«: Hier werden Projekte, Inhalte und Arbeitsvorhaben der Jugendarbeit in Niedersachsen weiterentwickelt. Im Kontext des Zukunftsprogramms der  Jugendverbände im Landesjugendring Niedersachsen wird die Themeninsel „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“ bearbeitet.

  • Forschungsprojekt » Motive zum Eintritt in eine Jugendgruppe und ihre Bedeutung für die Zufriedenheit mit der Gruppenarbeit“, Nachfolgeprojekt des Forschungsvorhabens „Realität und Reichweite von Jugendverbandsarbeit“.

  •     Weiterentwicklung von Konzeptionen und Angebotsstrukturen der Jugendverbandsarbeit

  •     Aktuelle jugendpolitische Themen wie: Jugendhilfestatistik (Vergleich öffentliche und freie Träger),  Stellenwert der JugendleiterInnencard (JuLeiCa, ehemals JugendgruppenleiterInnenausweis)

  •     »Gegen den Trend« - Fastenaktion der evangelischen Jugendverbände in Niedersachsen: jährliche  Arbeitshilfe z. B. mit den Themen »Von Helden und anderen Lichtgestalten« (2000), »Zwischen  Begeisterung und Gewalt« (2001), »RESPEKT« (2002), »Echt  cool« 2003, »Projekt  49« – 7 Themen in 7  Schritten: »Träume – Zukunft – Leben« (2004), »Frag mal deine Eltern« (2005), »Ich-alles-sofort!?« (2006), »EINS-ZWEI-GRUPPE« (2007), „Für andere und mich“ (Band 1, 2008), „Für andere und mich“ (Band 2, 2009) 

  •     Langzeitfortbildung »Kollegiale Beratung und Supervision« (KoBeSu): Diese Theorie-Praxis-Fortbildung bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Formen kollegialer Unterstützungssysteme kennen zu lernen, auszuprobieren und in das jeweilige Arbeitsfeld zu installieren. Ziel dieser Theorie-Praxis-Fortbildung ist die Implementierung geeigneter Unterstützungssysteme in die jeweilige berufliche Praxis der Teilnehmenden. Dieser Prozess wird kritisch reflektiert und konstruktiv begleitet. Eine Strukturierung des Arbeitsfeldes durch verschiedene mit-/fortlaufende Reflexionsebenen dient letztlich auch der Qualitätsentwicklung und –sicherung und wird im Fortbildungsrahmen des aktuellen Kurses (KoBeSu IV) von Januar 2009 bis Mitte 2010 umgesetzt (1 1/2 Jahre). Dieses Modellvorhaben wurde zusammen mit der Supervisorin Irmtraud Roscher entwickelt.

Im Fachreferat wird durch die Arbeit, die als »Querschnittspolitik« in den Bereichen »Jugendhilfe, Bildung und Politik« wahrgenommen wird, eine » Überblicksfunktion« umgesetzt, so dass bei Bearbeitung und Behandlung von Sach- und Fachfragen in vielen Fällen Kontakte zu Organisationen, Ämtern und Fachpersonen vermittelt werden können.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu:

  • Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision, Coaching

  • Kollegiale Beratung, Konfliktmanagement

  • Organisationsberatung

  • Teamentwicklung, Konzeptentwicklung, Leitbildentwicklung

Supervision

  • ist eine berufsbezogene Form der Beratung für Einzelpersonen, Gruppen, Teams oder Organisationen. In einem längerfristigen, zeitlich begrenzten Beratungs- und Lernprozess werden aufgabenbezogene, institutionsbezogene (verbandsbezogene), interaktionsbezogene Probleme unter Mitwirkung eines Supervisors/einer Supervisorin systematisch reflektiert

  • ermöglicht eine persönliche und berufliche (Weiter-)Qualifikation

  • reflektiert berufliches Handeln und verbessert die berufliche Handlungskompetenz, ist somit ein Beitrag zur Qualitätssicherung

  • fördert die Kommunikation und Kooperation innerhalb eines Teams oder einer Organisation

  • bietet Hilfe bei der Einarbeitung in ein neues Arbeitsgebiet, bei der Karriereplanung oder bei Umstrukturierungen

Supervision hilft

  • bei der Bearbeitung von aktuellen Konfliktlagen im Bereich von Kommunikation und Kooperation zwischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, ihren Bezugspersonen (Klienten) und ihren Vorgesetzten

  • der Organisation, die gestellten Aufgaben zu erfüllen und die gesetzten Ziele (besser) zu erreichen

  • bei der Bearbeitung von psychischen Belastungen und der Reduzierung von Konfliktsituationen

Supervision hilft, das Arbeitsfeld distanzierter zu betrachten und damit eigene Verstrickungen zu erkennen und zu bearbeiten. Sie verfolgt darüber hinaus die Ziele:

  • Stärkung von Fach-, Feld- und Personenkompetenz

  • Überprüfung der Wirksamkeit beruflichen Handelns

  • Verarbeitung von psychischen Belastungen und Konfliktsituationen

  • befriedigende Gestaltung von Arbeitsbeziehungen.

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