(Kurt Michel / www.pixelio.de)
Einatmen
Ich kann nicht rennen
Meine Füße scheinen sich nicht zu bewegen
Ich kann nicht verstecken
Verstecken mein Gesicht vor dir
Ich kann nicht lügen
Diese Liebe belebt mich
Ich kann es nicht verleugnen
Ich war gut
Ich gab alles was ich kann
Ich war schlecht
Ich hab dich herabgewürdigt
Ich war heilig
Und ich war diejenige, die den Stein geworfen hat
Und ich schließe meine Augen
Der Himmel ist offen
Keine Grenzen zwischen uns.
Diese Liebe wird uns nie verlassen
Und ich atme ein
Ich war ängstlich
Hatte Angst du bist nicht da
Ich war mutig
Mutig neu, um etwas zu riskieren
Um in deinen Schuhen zu gehen
Aber ich bin immer noch diejenige,
die dir die Tür verschließt.
Und ich stehe in Ehrfurcht vor dir
Wie so viele Male zuvor
Ich kann dich scheinbar nicht erreichen
Aber du kamst, um uns zu erreichen
Und ich atme ein
Und ich erhebe meine Stimme
Ich erhebe mich über den Lärm
Ich werde ruhig
Eine Ruhe, in der ich mich verstecken kann
Und ich atme ein
(Sarah Brendel, Breathing in – Übers. Jana Milchner
http://www.youtube.com/watch?v=kovzSjDiRPk)
Die Augen schließen und zur Ruhe kommen. Wann schaffen wir das schon? Für die wirklich wichtigen Dinge fehlt uns oft die Zeit. Doch warum nehmen wir sie uns nicht einfach? Warum schließen wir nicht einfach die Augen und verbringen mal wieder Zeit mit Gott?
Für viele Menschen ist es schwierig zu verstehen, dass Gott immer da ist, obwohl wir ihn nicht sehen, nicht riechen und auch nicht betasten können.
Ein schönes Sprichwort besagt, Gott ist wie ein kräftiger Windstoß. Man kann ihn nicht sehen, aber wenn man ganz still ist, dann kann man ihn hören und meistens auch fühlen. Wenn wir bereit sind, Gott in unser Leben zu lassen und ihm Platz zu geben, dann erleben wir öfters einen solchen Windstoß, der uns leise etwas ins Ohr flüstert. Der uns so kräftig entgegen bläst, dass wir uns gegen ihn lehnen können, ohne umzufallen.
Wind: Wind ist etwas, was man einatmen kann. Luft, etwas was wir zum Leben brauchen. So ist es doch auch mit Gott. Er ist der Grund, warum wir leben.Ohne ihn wäre das Leben unvorstellbar. Jeder Atemzug ist ein Geschenk von Gott an uns.
Vielleicht seid auch ihr in dem Song über einen Satz gestolpert: Wir können Gott scheinbar nicht erreichen, aber er ist gekommen, um uns zu erreichen. Gott ist manchmal so unglaublich weit weg, weil wir ihn halt nicht sehen, nicht riechen und manchmal auch nicht fühlen können. Aber trotzdem ist er so groß, dass wir seine ganze Herrlichkeit mit unserm kleinen Gehirn nicht fassen können. Dieser Gott ist in Jesus Mensch geworden, um uns zu erreichen. Seine Liebe zu uns ist so unendlich groß, dass er sich klein gemacht hat wie ein Kind.
Doch kennen wir nicht alle diese Angst, die mit der Liebe verbunden ist? Die Angst, dass wir verlassen werden, weil wir immer wieder Fehler machen. Weil wir doch immer wieder den Stein nehmen und ihn nicht behutsam zur Seite legen, sondern ihn mit voller Wucht schmettern. Oder die Angst, dass der andere nicht da ist, wenn man ihn braucht. Da gibt es wohl nur ein einziges Geheimrezept: Vertrauen. Gott hat uns mit all unseren Fehlern geschaffen und so gewollt wie wir sind. Warum sollte er uns also im Stich lassen? Wir können und müssen Gott vertrauen, dass er immer bei uns ist, egal in welcher Situation wir gerade stecken.
In dem Song heißt es: Zwischen Gott und mir gibt es keine Grenzen. Ist das nicht eine wunderbare Vorstellung? Nichts auf der ganzen Welt kann mich von Gott fernhalten. Niemand kann mir verbieten, an ihn zu glauben. Wer an Gott glaubt, kann dies nicht verstecken. Diese großartige Liebe und die Gnade von Gott kann kein Christ verleugnen. Und wer glaubt, möchte seine Begeisterung teilen und kassiert dann schon mal ein verachtendes Lächeln, weil es immer noch viele Menschen gibt, die es nicht verstehen, dass es Gott wirklich gibt. Jesus steht zu uns, also sollten wir auch zu ihm stehen, auch wenn man dafür mal einen schiefen Blick bekommt. Viele Menschen belächeln den Glauben, weil sie den Windstoß in ihrem Leben noch nicht gefühlt haben. Und genau da setzt unsere Arbeit für Gott ein. Anderen Menschen zeigen woher der Wind weht und sie sensibel zu machen, um den Wind auch ihn ihrem Leben zu fühlen.
Jana Milchner, Landesjugendkammer