Ein Feuerwerk der Phantasie – Kulturarbeit in der Landesjugendkammer
Kulturarbeit und Jugend, passt das zusammen? „Kultur“, das klingt nach Frack und langem Kleid, nach Opernball und steifen Regeln. Es geht aber auch anders. Auf der letzten Sitzung der Landesjugendkammer wurden Delegierte und Gäste von der Projektgruppe Kulturarbeit in Schwung gebracht. Es wurde gelacht und gearbeitet, es wurde geprobt, aufgeführt und applaudiert, bis die Handflächen schmerzten. Bei Andreas Overdick konnte man erleben, was Spaßsingen bedeutet. Auf ganz einfache Weise wurde dort mehrstimmiger Gesang einstudiert mit durchschlagender Wirkung. In die spätere Vorführung wurde das Plenum gleich mit einbezogen und unterstützte die Sängerinnen und Sänger aus voller Kehle. »Manege frei…!« verkündete Dietrich Waltemate und präsentierte ein Stück Theaterarbeit. Dort konnte man das Jonglieren und andere Kunststücke lernen. Conni Dassler und Frau Rohmeier bewiesen den Anwesenden, wie leicht es ist, Fledermäuse zu dressieren und um den eigenen Kopf kreisen zu lassen. Wirklich beeindruckend – und sehr komisch! Manche Leute haben eine Marotte. Dass man Marotten auch bauen kann und mit ihnen spielen, dafür stand Ed Gatzke. Den Teilnehmenden gelangen sehr schöne Figuren, und auch das Kurzstück für alle enthüllte verborgene Talente. Auf traten eine feministisch angehauchte Prinzessin mit „Frpachfehler“, die unbedingt Fußball spielen wollte, ein prinzcharlesmäßig dödeliger König, der davon nichts hielt, eine gewalttätige Hexe und ihr pisablöder Zauberlehrling, die unbedingt die Prinzessin verhexen wollten, ein Postbote mit leichten Alzheimeranfällen, zwei Posträuber, ein Polizist, zwei Blumen, ein Paar auf der Durchreise, ein sprechender Hund, der geküsst werden wollte, ein Großmütterchen und natürlich der Kasper, der alles richten musste vor einem Publikum, das sich nach anfänglichem Zögern in eine Horde von Kindern zurückverwandelte und das Geschehen mit Zwischenrufen, Pfeifen und Lachen begleitete.
Kultur bringt Farbe ins Leben Kulturarbeit hat ihren festen Platz in der Evangelischen Jugend. Einerseits. Manchmal fällt das richtig auf: bei den vielen Bands auf dem Landesjugendcamp, bei Spielszenen oder neuen Liedern im Gottesdienst, bei Hier
Und das alles macht auch noch Spaß und verschafft Öffentlichkeit, für die Beteiligten und damit auch für die Evangelische Jugend. Andererseits fehlt es an Seminarangeboten, soweit sie so speziell sind, dass sie im Kirchenkreis nicht angeboten werden können, und es gibt kaum fachliche Das muss sich ändern! Die Projektgruppe »Kulturarbeit« bemüht sich um Vernetzung aller dort Aktiven, um eine stärkere Anbindung an die Landesjugendkammer, um Auftrittsmöglichkeiten und um Fortbildungsangebote.
In der Projektgruppe arbeiten z. Zt. mit:
Die Gruppe freut sich über Tipps und Anregungen und jeden Hinweis auf Leben im Kulturdschungel.
Wolfgang Blaffert, Landesjugendpfarramt |







