Entstehung des Sachsenhains
Der Sachsenhain ist eines der frühen Bauprojekte der Ahnerbe- und Thing-Bewegung des Dritten Reiches, also keine sächsische Kultstätte. Die NS-Ideololgen Rosenberg und Himmler uinterstützten diese Strömung innerhalb der NSDAP, die einen antichristlichen, neuheidnischen Ritus einer neuen Volksgemeinschaft entwickeln wollte. Hinzu kamen Traditionen aus der völkischen Jugendbewegung, der Naturgartenbewegung und sonstiger neuheidnischer Bewegungen (Ludendorfer).
Die gesamte Anlage sollte eine Wirkung erzielen und die Bühne für Inszenierungen von Sonnenwendfeiern, Aufmärschen und anderen propangandistischen Veranstaltungen sein. An der Südseite der Anlage wurden zwei Kanzeln angelegt und der Verlauf des Baches "Halse" so verändert, dass er malerisch genau vor diesen Kanzeln fließt.
Auch die Dünenlandschaft wurde den Vorstellungen des Landschaftsarchitekten angepasst und viele Tonnen Erde bewegt. An der Westseite wurde ein Wall aufgeschüttet und dafür unter anderem der Dauelser Mühlenteich ausgebaggert. Um die Erde zu bewegen gab es eine Lorenbahn, die allerdings von Hand geschoben werden musste.
Nach Fertigstellung wurde der gesamte Bereich unter Landschaftsschutz gestellt.
An einem Rundweg und den Eingängen sollten 4.500 Findlinge aufgestellt werden, um an den Widerstand sächsischer Stämme gegen die Franken im frühen Mittelalter zu erinnern. Norddeutsche Bauernschaften sollten diese Steine anliefern. Etliche Gemeinde jedoch sind dieser Aufforderung nicht nachgekommen, da sie die Mittel für den Transport nicht aufbringen konnten oder wollten oder keine Findlinge zu Verfügung hatten. Dennoch wurde die Anlage 1935 im Rahmen einer großen Sonnenwendfeier eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt war sie aber tatsächlich noch nicht fertig gestellt.

- Baustelle Haupthaus
(Artikel wird fortgesetzt)
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