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Eine Frage, die nicht gestellt wird

Ist es nicht seltsam, dass in der Kirche so wenig nach Gott gefragt wird? Dabei gibt es doch keinen passenderen Ort. Aber immer wieder hörten wir von Hauptamtlichen, dass sie das noch nie getan hätten mit ihren Jugendlichen oder auch den erwachsenen Kirchernmitgliedern.
Dabei ist das Bedürfnis, gemeinsam mit anderen über Gott nachzudenken, außergewöhnlich groß. Jedesmal gab es am Ende Rückmeldungen, wie intensiv und persönlich diese Zeit gewesen war und wie überraschend anders, weil man anfangs immer gedacht habe, es gehe um eine besonders subtile Form von Konfer oder Reli.
Aber eben das wollen wir nicht! Uns liegt tatsächlich daran herauszufinden, wie und was Jugenbdliche (und auch Erwachsene) über Gott denken.
Derzeit sind wir mitten in der Recherchephase, die sich im Frühjahr 2017 in eine Ausstellung verwandelt, um einige Monate darauf zu einem Theaterstück zu werden.

Eine wesentliche Einsicht begleitet uns beinahe von Anfang an: Wer sich mit Gott beschäftigt, beschäftigt sich zugleich  mit sich selbst. Wer nach sich selbst fragt, landet irgendwann auch bei Gott. Die Gottesfrage ist eine sehr persönliche Frage und von daher nichts Abseitiges, sondern etwas Fundamentales.

Wir sind gespannt, wie sich dieses Projekt weiter entwickelt.

    Wolfgang Blaffert            Tim von Kietzell