Seite drucken
Aufstehen...
(kawey,pixelio.de)

Aus der Bahn geworfen!  Durch die Fehler von anderen, durch eigene Schuld oder durch ein Unglück.

Das Leben, das du erträumt hast, geht dir verloren. All die vielen Anstrengungen, um wieder auf die Beine zu kommen. All die Tage, an denen du gehofft hast. Und die vielen Tage danach, an denen du aufgehört hast zu hoffen.

Für dich wirft die Sonne kein Licht mehr, nur Schatten. Du bist ganz unten angekommen. Keine Kraft, keinen Mut, keine Erwartung. Du bist wie tot, obwohl du noch atmest. Du zählst dich zu denen, die verloren haben. Was noch an Sehnsucht in dir ist, wird langsam taub. Du willst nichts mehr fühlen. Deine Träume werden stumm.
Am Boden sieht das Leben hässlich aus. Begrenzte Sicht. Überall Schmutz und der Himmel so unendlich fern. Auserzählt scheint deine Geschichte, bis plötzlich…
…bis plötzlich jemand kommt, dich nicht übersieht, dich nicht liegen lässt, dich anspricht mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldet, die jede Hoffnungslosigkeit beiseite räumt. Und staunend folgst du der Stimme und tust, was sie sagt: „Steh auf!“

 

Markus 5, 35; 38-42a
35 Während Jesus noch sprach, kamen Boten aus dem Haus des Synagogenvorstehers und sagten zu Jarus: »Deine Tochter ist gestorben. Du brauchst den Lehrer nicht weiter zu bemühen.« 38 Als sie zum Haus des Synagogenvorstehers kamen, sah Jesus schon die aufgeregten Menschen und hörte das laute Klagegeschrei. 39 Er ging ins Haus und sagte: »Was soll der Lärm? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot - es schläft nur.« 40 Da lachten sie ihn aus. Er aber warf sie alle hinaus, nahm nur den Vater des Kindes und die Mutter und die drei Jünger mit sich und ging in den Raum, in dem das Kind lag. 41 Er nahm es bei der Hand und sagte: »Talita kum!« Das heißt übersetzt: »Steh auf, Mädchen!« 42 Das Mädchen stand sofort auf und ging umher.

Wolfgang Blaffert

http://www.ejh.de/Aufstehen.1014.0.html?&print=1